
Während man sich durchaus “The First Purge” anschauen kann, darf man eher ein Action-Film erwarten.
Der Anfang
In den ersten Minuten werden die Charaktere des Filmes vorgestellt und wirklich nur kurz, wie die erste Purge entsteht. Staten Island ist der Austragungsort und die Bürger bekommen als Motivation, den Ort nicht zu verlassen, eine Aufwandsentschädigung nach der Purge. Diese fällt sogar höher aus, wenn man aktiv an der Purge teilnimmt.
Nya (gespielt von Lex Scott Davis) demonstriert gegen die sogenannte Purge, während der Gang-Anführer Dmitri (Y’lan Noel) seinen Untergebenen aufträgt, während der Purge die Wohnung nicht zu verlassen.
Jeder, der bei sich bei der Purge meldet, wird von einem Psychologen befragt. Die Freiwilligen bekommen einen GPS-Sender implantiert und kriegen Kontaktlinsen, die alles aufzeichnen. Diese Kontaktlinsen leuchten alle in verschiedenen Farben und ist für den Zuschauer ein Indikator, wie gewaltbereit die Figur ist. Dabei wird Skeletor (Rotimi Paul) als möglicher Bösewicht dargestellt. Er hat mit seiner Wut zu kämpfen und kann diese nur durch Drogen unterdrücken. Während des Filmes ist er der einzige Aspekt, den man dem Horror-Genre zuschreiben kann.
Der spoilerfreie Inhalt des Filmes
Man darf keine tiefe Handlung erwarten. Im Grunde genommen wird dargestellt, dass das psychologische Experiment ein politisches. Menschen, besonders die aus sozialen Brennpunkten, werden für eine Nacht lang für vogelfrei erklärt. Jeder darf seine Wut ausleben, wie es möchte. Während Nya ihr Viertel beschützen möchte und dann noch ihren Bruder Isaiah (gespielt von Joivan Wade), fängt die Purge anfangs nicht so ereignisreich an, wie erhofft. Doch das ändert sich.
In einem Film, der nicht mit den selben Charakteren fortgesetzt wird, ist es schwer, eine glaubhafte Entwicklung darzustellen. Dieser Film versucht es nicht. Es gibt durchaus Veränderungen der Motivation der Charaktere, die kommt aber sehr plötzlich. Für diese Veränderungen gibt es zwar einen Auslöser, aber dennoch passiert alles ziemlich schnell.

Die guten Charaktere sind an sich sehr sympathisch. Man vergisst schnell, dass Dmitri eigentlich ein Gang-Anführer ist, der Drogen an andere Menschen verkauft. Es sind zahlreiche Leben, die er vor dem Film schon in Schwierigkeiten gebracht hat. Dennoch vergisst man es schnell, da Y’lan Noel ihn sehr sympathisch verkörpert, als einen Mann der Tat. Er ist fair seinen loyalen Untergebenen gegenüber und macht sich auch selbst die Hände schmutzig.
Es wird sehr wenig mit Jump Scares gearbeitet. Es gibt mehrere actionreiche Szenen, bei denen es zur Schießereien kommen.
Fazit
Zu keinem Moment hatte ich während des Filmes ein beklemmendes Gefühl. Es gab keinen Moment, wo ich wirklich um die Protagonisten fürchtete, denn der Film war ein Action-Film und hat dementsprechend eine solche Atmosphäre gehabt. Jene, die einen Psycho-Horror-Film erwarten, werden enttäuscht werden. Selbst der Verrückte des Filmes, Skeletor, kam auch nicht so sehr zum Einsatz, wie man es nach dem Anfang erwartet hätte.
Der Film bietet einem auch keine wirklich großen Neuigkeiten für die, die die anderen Filme bereits gesehen haben. Somit, kann man diesen Film durchaus nicht sehen.
Wer aber keinen Horror erwartet, oder neue Infos zur Welt von “The Purge”, der kann sich den Film durchaus anschauen. Er ist ein durchschnittlicher Film.
Quelle: IMDB